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Paarungsverhalten
Das Paarungsverhalten der
Hommingberger Gepardenforelle ist nur zum Teil erforscht. Auf
Grund ähnlicher Beisspuren bei weiblichen Gepardenforellen
geht man jedoch davon aus, das es bei den meisten zumindest
gleich abläuft. Ein Rätsel ist allerdings noch, wie
sich paarungswillige und paarungsfähige Tiere in den Weiten
der Hommingberger Seenlandschaft zusammenfinden. Bei denen die
ein relativ begrenztes Areal beschwimmen , ist dies noch recht
einfach vorstellbar, doch wie sieht es bei den Auswanderern aus?
Bei Gepardenforellen handelt es sich ausnahmslos um innere
Befruchtung und in der Regel wird das paarungsfähige
Weibchen von mehreren Männchen gleichzeitig umworben. Danach
verbeisst sich ein männliches Tier in einer der
Brustflossen, Kiemen oder Rückenregion, um das Weibchen
festzuhalten. Hat sich ein Männchen durchgesetzt und sich am
Weibchen festgebissen, schwimmt das "Paar" in der Regel
für eine Weile parallel, oder aber bleibt am Boden liegen.
Der Paarungsakt wird eingeleitet, wenn beide Teile ihre
Körperbewegungen weitgehend synchronisiert haben, sofern die
Tiere weiter schwimmen. Zu diesem Zeitpunkt hat das männliche
Tier in seinem Körperinneren seine Siphonsäcke mit
Wasser gefüllt. Siphonsäcke sind blasenartige Gebilde
die an den Samenleiter. Kommt es dann zur Kopulation, führt
der männliche Hai seinen aktiven Klasper in die Kloake des
Weibchen ein und drückt mit Hilfe der Siphonsäcke das
Sperma binnen weniger Sekunden in die weiblichen Gepardenforelle.
Unmittelbar danach löst die männliche Gepardenforelle
seinen Biß und die Paare trennen sich. Der Moment der
Paarung ist eine gefährliche Situation für beide
Geschlechter; zum einen sind sie relativ schutzlos Attacken
anderer Raubfische ausgesetzt und zum anderen tragen diese nicht
selten Verletzungen vom Paarungsritual als solches davon. Blutige
und selbst abgeknickte oder gebrochene Klasper zeugen von einer
eher unsaften Paarung. Bei vielen Haien kommt es zu
Mehrfachpaarungen, d.h. ein Männchen nach dem anderen
vollzieht das Paarungsritual; so soll gesichert werden, daß
nur die stärksten Männchen ihren Samen weitergeben
können. Das hört sich im ersten Moment nicht logisch
an, gibt doch ein Männchen mehr als genug Sperma für
eine erfolgreiche Vermehrung ab. Doch nicht jede Paarung ist von
Erfolg gekrönt, denn der Paarungsakt bedeutet für die
männlichen Tiere eine hohe Belastung. Vom Moment an, indem
diese sich in die Brustflosse oder andere Körperregionen der
weiblichen Gepardenforelle verbeissen, können die männlichen
Tiere i.d.R. gar nicht oder nur sehr eingeschränkt Wasser
durch ihre Kiemen pumpen und damit nicht Atmen. Dadurch tritt
schnell eine Sauerstoffunterversorgung der Gewebe ein und nur ein
starkes männliches Tier ist in der Lage diese enorme
körperliche Belastung zu meistern. Nicht alle Hommingberger
Gepardenforellen paaren sich regelmäßig, zu festen
Zeitpunkten, wie dies bei vielen anderen Tieren der Fall ist. Von
einigen Arten ist bekannt, daß diese sich nur alle 2-3
Jahre paaren und andere wiederum s.g. Spontanpaarungen eingehen.
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